Innere Löcher und Konsum

A.H. Almaas hat vor einiger Zeit eine „Theorie der Löcher“ entwickelt, die das Gefühl der Leere beschreibt, wenn wir uns von unserer Essenz getrennt empfinden. Aber was bedeutet „Essenz“? 

Um es hier einmal vielleicht etwas verkürzt zu sagen, beschreibt der Begriff Essenz die konkrete Erfahrung von allgemeiner Verbundenheit und Liebe, wie sie zum Beispiel in Meditation empfunden werden kann. 

Essenz ist dabei keine Theorie, sondern zunächst nur ein Begriff für einen Erfahrungsraum, den auch andere Begriffe zu beschreiben versuchen wie: großer Geist, pures Bewusstsein, Gott Vater, Buddha Natur, Brahman uvm. 

Von diesem Erfahrungsraum getrennt zu sein, also innere „Löcher“ wahrzunehmen, wird als unangenehm beschrieben, als schamvoll, ungenügend, verwundbar, schwach uvm. 

Als Lösung wird nun versucht, die inneren Löcher zu füllen wie ein Faß ohne Boden: mit Arbeit oder mit Konsum zum Beispiel. 

Dennoch bleibt danach das Gefühl der inneren Löcher und deshalb beginnt erneut der Versuch es zu füllen. Ein „Teufelskreis“. 

Aber einfach auf Konsum oder Arbeit zu verzichten hält die unangenehmen inneren Löcher sehr präsent und könnte sich riskant und bedrohlich anfühlen. 

Der „Teufelskreis“ kann weder durch Wahrnehmung der inneren Löcher, noch durch Versuche, sie zu füllen, gestoppt werden. 

Was es braucht ist Kontakt zur Essenz oder dem wofür der Begriff steht … 

Wie sagen Sie dazu? Welchen Begriff finden Sie passend?

Wie verbinden Sie sich mit Essenz? Wie nehmen Sie Essenz wahr? Wer sind Sie in Essenz?

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